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| EHC Jonsdorfer Falken | EHV Schönheide |
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| (1:4 , 3:2 , 5:1) | |
Mit einem sensationellen Schlussspurt im letzten Spiel der Hauptrunde der Oberliga-Ost 2011/2012 gegen den EHV Schönheide 09 erkämpften sich die Falken den 5. Tabellenplatz zurück. Kopfschüttelnd verließen die Gegner das Eis und auch viele Falkenfans konnten kaum glauben, was sie an diesem Abend im Falkenhorst zu sehen bekamen!
Doch alles fing mit einem Abschied an. Unsere # 58, Toni Klante, lief an diesem Abend zu seinem letzten Spiel im Falkentrikot auf, da es ihn beruflich in eine andere Gegend verschlägt. Fans und Offizielle bedankten sich für fünf tolle Jahre, in denen er für die Falken gefightet hat. Wir wünschen ihm weiterhin viel Glück und Erfolg!
Einen Auftakt nach Maß legten vielleicht gerade deshalb die Blau-Weiß-Roten hin, denn der erste Angriff endete mit dem ersten Tor. Nach gerade einmal 19 gespielten Sekunden musste Stephan Quietzsch im „Wölfe“-Kasten bereits hinter sich greifen. Leider ging es so nicht weiter. In der dritten Spielminute wurde die Scheibe im eigenen Drittel hinter dem Tor verloren, die Wölfe nutzten dies konsequent und erzielten den Ausgleich. Die Abwehr des EHC schien teilweise etwas orientierungslos, was die Gäste für einen weiteren Treffer in der fünften Minute prompt ausnutzten. Der EHV schien den Falken einfach nicht zu liegen, selbst in doppelter Überzahl in der 11.min sprang kein Torerfolg heraus. Ein rüder Check von Björn Schenkel gegen den Kopf von Pierre Kolleck in der neutralen Zone erbrachte sogar in der Folge eine fünfminütige Überzahl ein. Beim EHC klappte nicht viel. Das einzige zählbare Ergebnis war ein Unterzahlkonter des EHV, der mit dem 1:3 endete. Und als Mike Losch noch vor dem Pausenpfiff von der blauen Linie abzieht und auf 1:4 erhöhte, machte sich allseits Ernüchterung breit.
Mit Wiederanpfiff wechselte der EHC den Torhüter, für Robert Handrick stand jetzt Louis-Vincent Albrecht im Kasten. Die Gäste begrüßten ihn gebührend und schraubten das Ergebnis in der 22.min auf 1:5 nach oben. Nicht viele im weiten Rund hätten zu dieser Zeit noch für die Falken getippt, aber die Jungs zeigten, dass sie auch Tore schießen können. In der 24.min passt „C“ Christian Rösler von der blauen Linie auf „Matze“ Kohl, der mit einem Direktschuss auf 2:5 verkürzt. Nur eine reichliche Minute später kann Youngster Paul Förster einen Nachschuss zum 3:5 verwerten. Wenig später hat „Matze“ sogar den Anschlusstreffer auf der Kelle, kann aber aus Nahdistanz Stephan Quietzsch nicht überwinden. Ein böses Foul von David Seidl an Tomaš Hruby in der 29.min ließ die Emotionen im Falkenhorst hochkochen. Das Schiedsrichtergespann schien nichts gesehen zu haben und so gab es zum Unmut der Zuschauer nach längerer Unterbrechungspause nicht einmal eine Strafzeit. Zum Glück ging es für Hruby etwas später nach erfolgter Behandlung, zwar unter Schmerzen, aber dennoch weiter. Die Gäste nutzten diese emotionale Phase für einen weiteren Treffer und erhöhten auf 3:6. In Unterzahl erkämpfte sich der Jonsdorfer „C“ die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor vom Wölfe-Goalie, der dabei eine sehr schlechte Figur machte. Christian sieht den mitgelaufenen Mitspieler, bedient ihn und „Matze“ schiebt den Puck zum 4:6 ein. Es fand nicht mehr viel Eishockey statt, die Unparteiischen hatten alle Hände voll zu tun. Peter Meier wurde wegen Werfen des Stocks mit einer Spieldauer vom Eis geschickt. Mit einem Pfostentreffer von Hruby verabschieden sich die Cracks in die zweite Pause.
Und was auch immer im Pausentee war, soll das Geheimnis der Falken bleiben. Denn in diesem letzten Drittel brannten sie ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Nur eine reichliche Minute nach dem Eröffnungsbully gelang der Anschlusstreffer zum 5:6. Weitere gute Torchancen brachten den Ausgleich nicht. Die Wölfe wussten wahrscheinlich nicht wirklich, wie ihnen geschah. Die Falken deckten sie mit Torschüssen ein. Und „Matze“ Kohl, der mittlerweile in unglaublicher Torlaune war, brachte den EHC binnen zweiter Minuten sogar mit 7:6 in Führung! Mit einem beinahe trotzig wirkenden Gewaltschuss von Dustin Hered in der 51.min erzwangen die Wölfe zwar noch einmal den Ausgleich, aber sie fanden keine Mittel, die torhungrigen Falken aufzuhalten. Es ergaben sich Chancen im Minutentakt. Selbst eine sehr kleinlich gepfiffene Strafe gegen Florian Brenninger, der bei Quietzsch einmal kurz nachstocherte, brachte das Falkenteam nicht mehr aus dem Konzept. Unser fünffacher! Torschütze brachte den EHC auf Vorarbeit des nimmermüden „C“ Christian Rösler in Unterzahl erneut in Führung. Die Wölfe zwar immer noch bissig, aber die Falken beherrschten das Rudel ganz gut. Mit einer Auszeit in der 59.min verschaffte Peter Faika seinem Team noch eine kurze Ruhepause. Diese nutzten die Gäste, um ihren Torhüter gegen einen zusätzlichen Feldspieler auszuwechseln. Aber die Jonsdorfer Kufencracks wollten diese drei Punkte, wollten diesen Sieg und Tomaš Hruby erzielte 57 Sekunden vor Abpfiff mit einem Emptynet-Goal das erlösende 9:7! Der Jubel im Falkenhorst kannte keine Grenzen und noch lange feierten die Fans und Falken diesen unglaublichen Sieg!
Tore: 1:0 Stöber (1.); 1:1 Gläser (3.); 1:2 Losch (5.); 1:3 Kukla (17.SH-1); 1:4, 1:5 Losch (20., 22.); 2:5 Kohl (24.); 3:5 Förster (25.); 3:6 Hähnlein (31.), 4:6 Kohl (35.SH-1); 5:6 Brenninger (42.); 6:6, 7:6 Kohl (48., 50.); 7:7 Hered (51.); 8:7 Kohl (54.SH-1); 9:7 Hruby (60.)
Strafen: EHC Jonsdorfer Falken: 8+20 EHV Schönheide 09: 11+20
Zuschauer: ca. 550









